Laurie Torres
Nest heißt die Reihe vom Pianeo-Festival für Neoklassik, die im Auditorium des LWL-Museums einen temporären Raum für leise Töne und besonders intime Konzerte bietet. Mit bewusst reduziertem Set-Up versucht man, ein ganz besonderes Live-Erlebnis zu ermöglichen. In der Mitte des Raumes steht ein von wenigen Lichtquellen umgebener Flügel, um den herum das Publikum es sich gemütlich machen kann. Als Gast des nächsten Nest-Konzerts steht Laurie Torres auf dem Programm. Die Kanadierin ist eine gefragte Bühnen- und Studiomusikerin sowie Komponistin, vergangenes Jahr veröffentlichte sie mit „Après Coup“ ihr erstes Soloalbum. Dessen elf Tracks zeichnen sich durch meditative Piano- und Synthesizer-Linien aus, die ganz besondere Atmosphären erzeugen. Genau der richtige Soundtrack also für eine besondere Konzertstätte!
So. 15.2. - LWL Museum für Kunst und Kultur, 17.30 Uhr
Rosenmontag-Konterprogramm
Wer keine Lust hat, den Jeckentag mit den üblichen Stimmungsliedern wie „Münster, Helau und Hurra“ oder Schlagermucke á la „Atemlos durch die Nacht“ zu feiern, der findet seit vielen Jahren in der Kultkneipe Heile Welt die ideale Alternative. Hier ist es nämlich Tradition, alle Jahre wieder am Rosenmontag ein „Konterprogramm“ mit knalligem Punk und Rock auf die Beine, bzw. Bühne zu stellen, um den bösen Geistern auch ohne Narrenkappe, Humtata und Tätärä den Garaus zu machen. Als musikalische Gäste werden Die Beschmierten, Dammriss, Fresse (Foto) sowie Old Sparkey für anarchische Stimmung sorgen. Der Eintritt ist frei, aber es werden „Hut-Spenden“ für die Bands erwartet. Ansonsten sollte man vor allem Kondition und eine gewisse Trinkfestigkeit mitbringen. Am besten früh kommen, da es schnell rappelvoll wird...
Mo. 16.2. - Heile Welt, 13.00 Uhr
Die Nerven
Eine der besten deutschen Livebands gibt sich mal wieder die Ehre, gebucht vom Gleis 22-Konzertteam für die Sputte! Live im Elfenbeinturm heisst das zweite Live-Album der Post-Punker und Noise-Rocker und es bringt die düstere Wucht der letztjährigen „Auf der Flucht vor der Wirklichkeit“-Tour auf Doppel-LP-Länge in unser aller Elfenbeintürme, Wohnstuben und WG-Küchen. Abgeschlossen wird damit die Bandphase der letzten drei Studioalben, so wie „Live in Europa“ 2017 die Phase der ersten drei Alben beendete. Eins zumindest hat sich seit damals geändert: Inzwischen proben Die Nerven auch vor Konzerten, was live deutlich ausdiffenziertere, dynamischere Songs ermöglicht.
Do. 19.2. - Sputnikhalle, 20.00 Uhr
Sophia Kennedy
Bereits mit ihren ersten beiden Alben ist es der in Baltimore, Maryland geborenen und in Hamburg lebenden Musikerin gelungen, einen ganz eigenen Sound zu kreieren. Sie war als Gast bei DJ Koze oder Erobique zu hören und im vergangenen Jahr erschien ihr drittes Album „Squeeze Me“. Schon die Single-Auskopplung „Hot Match“, die sie als ihren ersten Rock’n’Roll-Song bezeichnet, überraschte mit aufheulenden Motoren und quietschenden Reifen statt der erwarteten Gitarren. Auch der Rest des Albums zeigt mit Elementen aus Hip Hop, Chanson, R’n’B und Singer/Songwriter-Pop, dass die Hamburgerin ihrer Experimentierfreude treu geblieben ist.
Fr. 20.2. - Gleis 22, 20.00 Uhr
Nein zum Geld
Wie reagiert man, wenn im engsten Familien- oder Freundeskreis jemand eine Millionensumme im Lotto gewinnt - und diese nicht annehmen will? In solch eine Situation werden wir alle wahrscheinlich nie kommen, aber die grundlegende Frage bleibt: Macht so viel Geld glücklich? Und überhaupt: Was ist mir wichtig? Was sind meine persönlichen Werte und Lebensprinzipien? In Nein zum Geld von Regisseurin Andrea Krauledat ist die Absage an die Lottogesellschaft durch den Gewinner (einen Architekten, von Haus aus also wahrscheinlich nicht arm) noch nicht erfolgt, die Diskussion darüber beim gemeinsamen Abendessen mit Familie und Freunden verspricht also überaus hitzig zu werden und die Beziehungen der Personen untereinander werden auf eine harte Probe gestellt...
Fr. 20., Sa. 21. und So. 22.2. - Borchert Theater
Bunbury - Ernst sein ist alles
Die Komödie Bunbury hielt der irische Schriftsteller und Dandy Oscar Wilde für sein Meisterwerk in Bezug auf Witz und Leichtigkeit. Von Wildes Lebensstil inspiriert, setzt Regisseur Sebastian Schug die berühmte Komödie mit viel Glamour, Exzentrik und Camp-Ästhetik in Szene. Worum es geht? Zwei befreundete Gentlemen, Jack und Algernon, führen ein Doppelleben, in dem sie sich als fiktive Personen ausgeben, um Verpflichtungen zu entgehen und ihre Sehnsucht nach Freiheit abseits von Normen und bürgerlichen Zwängen auszuleben. Ein amüsantes Verwirrspiel mit einem Feuerwerk von Pointen und scharfem Wortwitz!
So. 22.2., Fr. 27.2. & Di. 3.3. - Theater Münster, 19.30 Uhr
Heinz Strunk
Sein Output ist einfach nicht zu bremsen, seit 2008 reiht er Romane, Erzählbände, Lesereisen undundund aneinander, als sei er eine Mensch gewordene Schreibfabrik. Dazu kommen unzählige andere kreative Ausflüge in Musik, Comedy, Film etc.. Man könnte ihn für den Erfinder des Bonmots „Schlafen kann ich, wenn ich tot bin“ halten. Allerdings war er auch ein ziemlicher Spätzünder, der erst mit 42 Jahren und seinem Bestseller „Fleisch ist mein Gemüse“ so richtig bekannt und hyperaktiv wurde. In 2025 hat er neben dem Bestseller „Kein Geld kein Glück kein Sprit“ noch ein Bilderbuch sowie einen Lebenshilfekalender verzapft. Ob er auch aus daraus lesen wird? Auf jeden Fall wird er wieder brennen, das Publikum gleich an zwei Abenden hintereinander großartig zu unterhalten, wie immer mit eigenhändiger Musikbegleitung.
Mi. 25. und Do. 26.2. - Atlantic Hotel, 20.00 Uhr
NEUES ULTIMO-BÜRO AM AASEE
Tschüss Apotheke, hallo
Praxis!
Im letzten Sommer noch frischgebackene Muffikaner - seit März jetzt Münster downtown: Die Ultimo-Redaktion ist schon wieder umgezogen! Aus der alten, verwinkelten Apotheke im Schatten der Herz-Jesu-Kirche (hat uns gut gefallen, der Kiez!) in eine ehemalige Zahnarztpraxis an der Aegidiistraße 32, Ecke Schützenstraße. Genau gegenüber vom Gasolin, vom Kanello an den Aasee! Da haben wir zwar kein großes Schaufenster zum Rumposen mehr, dafür aber auch keinen befristeten Mietvertrag, der nur von Jahr zu Jahr verlängert werden kann. Nur dieses verdammte Kistenschleppen, ächz, allein unser Archiv mit den gesammelten Ultimos seit 1972 (in Worten: Neunzehnhundertzweiundsiebzig), was für ein Geschleppe! Ansonsten: Super hier, und der Aasee zum Chillen gleich um die Ecke. Hey Chef, ist das Pinkus im Bürokühlschrank schon kalt? :)
Etwa 50 Millionen Amerikaner sind deutscher Abstammung, das sind rund 15% der US-Bevölkerung. Mehr als 30 Städte und Gemeinden heißen „Germantown“. In der Mitte des vorvorigen Jahrhunderts entvölkerte die Auswanderungswelle hierzulande ganze Landstriche. Auch viele Westfalen machten sich auf den Weg in die „Neue Welt“ ihrer Träume, darunter auch „Forty-Eighters“.
Dr. Philipp Erdmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des
Münsteraner Stadtarchivs in der Speicherstadt. Dort hielt er
einen Vortrag über Verschwörungsnarrative und ging dabei auf
speziell münstersche Beispiele ein.
Durch einen geheimen Zugang der Erd-Hohlwelt schauten wir zu...
Er weiß alles übers Saufen: Der Münsteraner Archäologe Dr. Helge Nieswandt blickt in seinem an der Uni überaus beliebten wissenschaftlichen Vortrag Alkohol in der Antike auf die Trinkkultur antiker Völker von den alten Ägyptern bis zu den Kelten.
Ruhe in Frieden,
Klaus Otto Nagorsnik!
Wenn er bei einem Kneipenquiz in Münster aufkreuzte, konnte man eigentlich gleich nach Hause gehen, denn dieses lebende Wikipedia wusste einfach alles. Überraschend verstarb jetzt der NRW-Quizmeister, Deutscher Quizmeister im Doppel, Europameister in Stadt-Land-Fluss und ARD-Quizjäger.
Mehr als einmal berichtete Ultimo über ihn – zuerst Anfang der 00er-Jahre, als in Münster eine (bis heute) große Pubquiz-Szene entstand, in der er mit seinem Rateteam Die Ketzer (fast) immer auf Platz Eins stand. Das komplette Interview könnt ihr unten nachlesen.
Auch sein kniffliges Münster-Quizbuch „Rätselvolles Münster“ lobten wir in den Himmel. Jetzt kann er dort die Engel mit Quizfragen löchern...
Klaus Otto aka K.O. aka Nolanus war auch bekennender Ultimo-Stammleser, sprach uns immer wieder mal auf Pubquizzen an, um Kommentare zum letzten Heft zu geben. Er schickte uns gelegentlich Briefe mit kopierten Seiten aus Büchern, in denen er Münsterstory-taugliche Fundstücke weiterleitete („Wäre das nicht mal ein Thema für Ultimo...?“). Und nicht zu vergessen seine launigen Lesermails. Zum Beispiel diese hier:
„Liebe ULTIMOs,
beim Lesen eures Biergarten-Specials ,Böcke, Biere, Gärten’ im letzten Ultimo konnte ich mir eine kleine Klugscheißerei nicht verkneifen:
Wenn ihr zwecks Recherche euren Nachwuchsreporter durch die Biergärten schickt, ihn dort das eine oder andere Bierchen verdrücken lasst und wenn er dann ‚heidnische Rausch-Riten’ beim vermeintlich ‚dem potenten Ziegenmann geweiht(en)’ Bockbier halluziniert - habt ihr dann den Bock mittels Bier zum (Bier-)Gärtner gemacht?
Die Sache ist doch so:
Einbeck ist ein nettes Städtchen im Niedersächsischen, das im Mittelalter für sein besonders süffiges und starkes Bier berühmt war. Das Bier wurde bis nach Italien exportiert, ein Teil blieb aber auf dem Weg gen Süden im Bayrischen ‚hängen’. Dort nannte man dieses Bier in der Mundart der Eingeborenen nicht ‚einbeckisches’ Bier, sondern ‚einpöckisches’ Bier. Und weil sich dort mit der Zeit niemand erinnern mochte, woher dieses Bier kam und warum es so hieß, klebte man kurzum ziegenbocksgeschmückte Zettel auf die Flaschen und Krüge und gab das Gebräu als ur-bajuwarische Erfindung aus.
Das kann euer Reporter ja mal in einem unverkaterten Augenblick bei Wikipedia nachlesen. ;-)
So, das musste mal raus, ,wenn's der Wahrheitsfindung dient’ (Fritz T.) ...
Salut und Slainte, Klaus Otto Nagorsnik (aka Nolanus)“
Uffz, Maamme!
Heute: Klaus Otto Nagorsnik, der allwissende „Ketzer“
(Interview aus Ultimo 26/2005)
Ultimo: In welchem Land lebte Wilhelm der II. ab 1918 im Exil?
Klaus Otto: Holland. Genauer in Doorn, bei Utrecht. Da hat er dann in seiner Freizeit hauptsächlich Holz gehackt…
Exakt. Für diese Antwort hättest du bei Jauchs TV-Quiz schon ein paar tausend Euro kassiert.
Ja, aber Jauch gucke ich nicht. Ich mache in meiner Freizeit lieber mit meinem Team Die Ketzer bei münsterschen Kneipenquiz-Veranstaltungen mit.
Wie bereitest du dich darauf vor? Da ist doch auch Wissen aus abseitigen Spezialgebieten gefragt? Bist du so einer, der alle Trivial-Pursuit-Fragen auswendig kennt?
Nein, meine Familie hatte irgendwann keine Lust mehr, mit mir Trivial Pursuit zu spielen… Ich bin Bibliothekar. Da kommen einem bei der Arbeit allerhand exotische Fakten vor, zum Beispiel: Wann ist in der deutschen Literatur der erste Mann in Ohnmacht gefallen?
Äh, also …
Im „Tristan“ aus dem 13. Jahrhundert.
Nun ja, aber beim Kneipenquiz sind die Fragen doch wohl etwas einfacher, oder?
Nicht immer. Gestern Abend wurde etwa gefragt: Was ist die „Maamme“?
Die... was?
Die finnische Nationalhymne. Hab’ ich aber auch nicht gewusst.
Ansonsten wisst ihr aber ganz schön viel, denn ihr gewinnt andauernd.
Wir haben ja auch zwei Damen im Team, die uns optimal unterstützen. An die Spitze zu kommen, ist außerdem die eine Sache. Aber an der Spitze zu bleiben, eine andere. Denn unser Erfolg weckt natürlich auch den Ehrgeiz der anderen Teams.
Denkt ihr schon an überregionale Meisterschaften?
Ich weiß nicht, ob es die überhaupt gibt. In England, wo der Kneipenquiz herkommt, ist das ein richtiger Volkssport. Da soll es Leute geben, die sogar davon leben. Bei uns ist das noch nicht so weit verbreitet. Münster ist da eine Ausnahme, hier gibt es gleich in mehreren Kneipen einen Quizabend: Kling-Klang, Einspruch, Buddenturm. Überregional haben wir sogar schon einen Pokal gewonnen, weil wir alle Fragen des Sommerrätsels der Süddeutschen gelöst haben. Das schaffen landesweit nur etwa zwei- bis dreihundert Leute. Sowas trainiert natürlich sehr gut für den Kneipeneinsatz…
Mal ehrlich: googelt da keiner heimlich unterm Tisch?
Neiiiin! Das ist streng verboten. Außerdem gibt es natürlich eine Kneipenquiz-Ehre! Also einfach auf der Toilette mit dem Laptop oder Handy… das macht bestimmt keiner! Es soll ja auch Spaß machen.
Warum heißt euer Team ,,Die Ketzer“?
Na, passt doch zum katholischen Münster, oder nicht?
Wiedertäufermäßig auf jeden Fall…
Neinnein! Wiedertäufer ist ein Begriff der Kirche, die Mitglieder der Endzeitsekte selbst nannten sich „Täufer“. Also Wiedertäufer wäre als Selbstbezeichnung nicht korrekt… aber gut. Übrigens: ihr seid mit eurem Pubquiz-Rateduo Team Ultimo ja auch gar nicht sooo schlecht, immerhin beim letzten Mal gutes Mittelfeld. Gratuliere!
Interview: Carsten Krystofiak
Zu den Verschwörern gegen Hitler gehörte auch der Münsteraner Paulus van Husen. Wie sich der Wehrmachtsjurist nach und nach radikalisierte und der Hinrichtungswelle nach dem gescheiterten Putsch entkam, erzählen rund tausend Seiten persönlicher Notizen, die sein Großneffe 20 Jahre nach seinem Tod fand. Die Story ist spannend wie ein Krimi...
200 Rezepte pro Jahr und keine Ende: Martin Kintrup schreibt seit 20 Jahren Kochbücher für große Verlagshäuser, inzwischen sind es über 50 Bücher von Kochen für Faule bis Spice Kitchen oder Küche der Levante.
Unser absurder Alltag, sorgsam notiert von Lo Blickensdorf
Mon Dieu, Herr Graf!
Er illustrierte und layoutete Münsters legendäres Stadtmagazin City in den 70ern und frühen 80ern, gestaltete Plattencover für krautige Münsterbands, hing ab mit Steffi Stephan, Roxie Heart und Götz Alsmann, gestaltete schräge Werbung für Jovel, Kling Klang, Kalkmarkt. Und erhob das Ringel-T-Shirt zum Fetisch.
Nach seinem Umzug nach Berlin wollte Lo nicht länger „arm, aber sexy” sein und wechselte mit einem dreisten Trick in die mondäne Welt der Lebemänner, Flaneure und Vernissagensnobs. Er adelte sich von eigenen Gnaden zum Grafen Lo von Blickensdorf, druckte für sein letztes Kleingeld hochwohlgeborene Visitenkarten - und kam tatsächlich damit durch. Und schrieb das erfolgreiche, süffisant satirische Buch Werden Sie doch einfach Graf! über seine Erlebnisse in der dubiosen Halbwelt tortenfressender Blaublütler und neureicher Schwadroneure. Schnorren mit Niveau...
Weniger fake, mehr hintersinnig und wortwitzig sind Los
Cartoons. Schon zu City-Zeiten krakelte er das halbe
Heft voll mit Mini-Cartoons und fiesem Blödsinn. Überall da, wo
Platz war, neben Textspalten, in Layout-Lücken und dann seiner
eigenen Satire-Kolumne Ulk. Heute füllt Lo das halbe
Internet ab mit hunderten seiner kleinen lakonischen Cartoons,
inspiriert von den Absurditäten und Peinlichkeiten unseres
Alltags. Die besten Gags hat er jetzt in dem Büchlein
Cartoons... zum Wegschmeißen!
(Eulenspiegel Verlag 2023, 80 Seiten, 12 Euro)
versammelt. Man kann ja auch nach Weihnachten Bücher
verschenken...
-rl
Der Münsteraner Markus Gebauer fotografiert vom Tschernobyl-Rummelplatz bis zur verfluchten Villa in Portugal verwunschene Orte. Drei vollfarbige Fotobände Timeless sind bereits von Markus Gebauer erschienen, der auch als DJ MGness (Favela, Fusion, Docklands Festival, Monopark undundund) wohlbekannt ist.
Das mit Abstand abgefahrenste Thema des Science-Slam Münster hatte Historiker Sebastian Huncke auf Lager: Die Geschichte des Kokovorismus - oder wie Uropa die erste Hippie-WG erfand. Er untersuchte in seiner Examensarbeit die Kokosnuss-Religion des Aussteigers August Engelhardt von 1902 (!) - inkl. FKK und freier Liebe.
Immer bis an die Schmerzgrenze: Der Zeichner, Karikaturist und
Illustrator Frank Hoppmann aus Münster ist geliebt und
gefürchtet zugleich für seine boshaften, grotesk deformierten
und doch das Innerste enthüllenden Portraits. Popstars,
Politiker, Sportler, Philosophen, Insekten und selbst den Tod
strichelt er morbide, verstörend, schwarzhumorig für
Rolling Stone, Welt oder
Eulenspiegel. Ein bigotter, schmierig-eitler Honk:
Sein Donald-Trump-Portrait für die L.A. Times machte
ihn international berühmt. Und wir wundern uns auch nicht, dass
Hoppmann für seine Diplomarbeit 2002 das Thema
Spirituosenliebhaberei hat viele Gesichter wählte -
eine satirische Portraitserie über Volltrunkene.
Nun hat Frank Hoppmann seine besten Cartoons und Zeichnungen im
fetten, großformatigen Prachtband Hoppmann (Göttinger
Verlag der Kunst, 272 Seiten, 52 Euro) versammelt.
Grandios!
-rl
Und
über Ultimos Atelierbesuch beim Meister erfahrt ihr alles
hier...

Das Haus Frauenstraße 24 hat eine besondere Geschichte. Erbaut wurde es 1905, und 1943 blieb es wie durch ein Wunder von den Bomben verschont. Doch seine spezielle Story begann 1973 - vor 50 Jahren. Damals wurde das Haus mit der schönen Jugendstilfassade durch Besetzung vor dem Abriss gerettet. Die ganze Geschichte erzählen wir hier...
Neben den klassischen Themenpodcasts gibt es mittlerweile unzählige politische Podcasts, Sportcasts und sogar Porncasts... Wer hat eigentlich die Zeit, sich das alles anzuhören? Natürlich mischen auch Hosts aus Münster kräftig mit. Wir stellen mal ein paar vor!
Mafia - bei dem Wort denkt man an die üblichen Klischees aus Hollywood. Daran, dass die Mafia längst bei uns heimisch ist, wird man nur durch Paukenschläge erinnert, wie die Verhaftung des vermutlichen 'Ndrangheta-Oberpaten Francesco A. in Münster. Die Ermittlungen führten zu über 123 Beschuldigten, 41 Verhaftungen sowie der Enttarnung des Mafia-Geheimrates „Crimine di Germania“ in Münster.
