GEGRÜNDET 1972
KULTURPROGRAMM & MEHR

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Tanz der Vampire Festival

Respekt, da haben die Vampir-Booker ein verführerisch dunkles Line-up zusammengestellt! Da wäre zunächst das niederländische Düster-Postpunk-Projekt Bragolin, das mit melodischen Hooklines Europas Gothic-Dancefloors beschallt. Nao Katafuchi aus Tokio, der schon seit Jahren in Deutschland lebt, erschafft eine kalte, filmische Welt mit den Mitteln von minimalistschem Synthpop und Darkwave. Isocult aus Dortmund stehen für düsteren, harten Sound und intensive Liveshows. Und das Duo Fixed Lens (Foto) entstammt den rauchigen Kellern von Berlin, in denen sie mit Postpunk-Gitarren und mächtig Hall einen archetypischen Klang entwickelt haben.

Sa. 15.8. - Sputnikhalle, 19.00 Uhr

Annotopia Festival

Bereits im achten Jahr verwandelt dieses außergewöhnliche Festival die Wasserburg Vischering für drei Tage in eine schräge Welt voller Magie, Fantasie und unbegrenzten Möglichkeiten mit Cosplay und Artistik, historischem Markt, Fantastik, Kulinarik undundund. Rund 600 Mitwirkende aus halb Europa werden das große Areal in eine bunte Abenteuer-Welt verwandeln. In Annotopia treffen Besucher auf urzeitliche Dinosaurier, futuristische Star-Wars-Helden, Orks, Feen, Elfen, Zwerge, Wikinger, Piraten, Römer und mittelalterliche Ritter. Zu sehen sein werden spannende Inszenierungen aus Entertainment und Schauspiel, Zauberei und Jonglage, Feuerartistik, Magie und Akrobatik. Darüber hinaus gibt es viel Livemusik, etwa tanzbarem Ska von Nerd Acany aus Lüdinghausen, keltische und irische Songs von McHollander oder Deutschlands Fairypop-Prinzessin Giorgia, die verträumte Klanglandschaften mit cineastischer Ästhetik verbindet. Und Celtic Voyager aus dem Ruhrgebiet liefern eine Klangreise zwischen Mittelalter & Classic Rock.

Fr. 21.8. bis So. 23.6. - Lüdinghausen, Burg Vischering

Hamburg Spinners

Der ausgefuchste Musiker und detailbesessene Klangforscher Carsten „Erobique“ Meyer war in seiner Jugend ein Mod, und das nicht nur aus stylishen Gründen. Uplifting Vintage-Soul gehört zu seinen Vorlieben, mit denen er schon vor knapp 30 Jahren in der Münsteraner Luna-Bar als DJ das Publikum beglückte. Nun beehrt uns der Wahl-Hamburger als Teil der Hamburg Spinners endlich einmal wieder in seiner ex-Heimat. Im Gepäck hat er einen prallen Sack voll beglückender Mod-, Jazz-, Soul- und R&B-Tunes, die von seinem Hammondorgel-Sound geprägt sind, aber erst durch die Mitspieler Dennis Rux (Gitarre), David Nesselhauf (Bass) und Lucas Kochbeck (Drums) zu jenen tanzbaren Instrumental-Songs werden, die auch das dritte Hamburg Spinners-Album „Im Schwarzwald“ ausmachen.

Fr. 28.8. - Gleis 22, 20.00 Uhr

Getoese Festival

Niedlicher Name! Das kleine, feine Getoese-Festival präsentiert Acht Eimer Hühnerherzen (Foto), einen der prägnantesten deutschsprachigen Indiepunk-Acts der letzten Jahre. Das Trio aus Berlin spielt Punk auf Nylonsaiten mit schlauen Texten. Die Düsseldorfer Attic Ocean bringen atmosphärischen Shoegaze und Dreampop mit schimmernden Gitarrenflächen auf die Bühne. Kompromisslos jenseits aller Grenzen agieren die Girls vom Batbait aus der Schweiz: Distortion, Hallschwaden und klickende Rhythmen zwischen Kraft, Nonchalance und Understatement. Bilk aus Essex verbinden energiegeladenen Punk, Indie und UK-Rap zum rauen, direkten Sound - ihr Debütalbum liefert bissige Momentaufnahmen britischer Jugendkultur. Abgerundet wird das Lineup durch Swim School und Sparkling.

Sa. 29.8. - Rietberg, Reitplatz Mastholte, 16.30 Uhr

Ems Jazz Festival

Seit der Premiere 2022 hat sich das von der Kulturinitiative Greven e.V. veranstaltete Ems Jazz Festival in der Szene etabliert und zieht ein immer größes Publikum an, das besondere Atmosphäre im Ballenlager zu schätzen weiß. Eröffnet wird das diesjährige Festival vom Horst Hansen Trio, David Helbock & Julia Hofer sowie dem Shuteen Erdenebaatar Quartet. Für Samstag haben sich das Jens Düppe Quintett feat. Franceso Bearzatti, Trioscence und Aki Takases Japanic (Foto) angekündigt. Abgeschlossen wird das auch wegen seiner Vielseitigkeit geschätzte Festival von Prepared, Sebastian Wappler und Daniel Garcia feat. Andreas Schaerer. Wie in den Vorjahren gibt es sowohl Tagestickets, als auch ein Gesamtticket für alle drei Tage.

Fr. 4. bis So. 6.9. - Greven, Ballenlager, Fr. und Sa ab 17.00 Uhr, So. ab 16.00 Uhr

Kai Magnus Sting

Wer hilft uns, wenn „das Leben zu schlau für einen ist“? Kai Magnus Sting natürlich mit seiner Revue Ja, wie?! Tacheles und Wurstsalat. Seit nummehr 30 Jahren ist der gebürtige Duisburger in Sachen Comedy unterwegs - anfangs im Radio, dann als Kolumnist und Buchautor und last but not least als Kabarettist. Für seinen schrägen Sprachwitz, der ihm schon Vergleiche mit Hanns Dieter Hüsch oder Heinz Erhardt einbrachte, wurde Sting mit etlichen Preisen ausgezeichnet. Für das aktuelle Programm hat er seine Lieblingsnummern noch einmal frisch aufbereitet, herausgekommen ist ein Konglomerat aus Geschichten, Schnurren, Anekdoten und Geistesblitzen, immer schön skurril und absurd.

Sa. 5.9. - Kreativhaus, 20.00 Uhr

Circus

Lieber in den Zirkus oder ins Varieté? Die Qual der Wahl stellt sich mit der neuen Show Circus im GOP gar nicht erst, denn sie verbindet unterhalt prägende Elemente aus beiden Welten. Natürlich wird es keine Tierdressuren geben und das Publikum auch nicht im Kreis um die Akrobaten herumsitzen, aber der Clown als „Zirkusdirektor“ tritt ebenso auf wie eine Vielzahl Artistinnen und Artisten, die unter der Kuppel des Zirkuszelts, ähm, Varietétheaters ihre rasanten Nummern darbieten. Ob Luftartistik am Vertikaltuch oder Trapez, Hula-Hoop, Rollschuhakrobatik oder Jonglage am Bühnenboden, das Ensemble vom Circus-Theater Bingo aus Kiew hat das Publikum schon mal mit „Legends“ begeistert, und wird es nun wieder tun.

läuft noch bis So. 4.10. - GOP Varieté Theater, div. Zeiten

Blick aus dem neuen Ultimo-Büro: Hätte schlimmer kommen können...

NEUES ULTIMO-BÜRO AM AASEE
Tschüss Apotheke, hallo Praxis!

Im letzten Sommer noch frischgebackene Muffikaner - seit März jetzt Münster downtown: Die Ultimo-Redaktion ist schon wieder umgezogen! Aus der alten, verwinkelten Apotheke im Schatten der Herz-Jesu-Kirche (hat uns gut gefallen, der Kiez!) in eine ehemalige Zahnarztpraxis an der Aegidiistraße 32, Ecke Schützenstraße. Genau gegenüber vom Gasolin, vom Kanello an den Aasee! Da haben wir zwar kein großes Schaufenster zum Rumposen mehr, dafür aber auch keinen befristeten Mietvertrag, der nur von  Jahr zu Jahr verlängert werden kann. Nur dieses verdammte Kistenschleppen, ächz, allein unser Archiv mit den gesammelten Ultimos seit 1972 (in Worten: Neunzehnhundertzweiundsiebzig), was für ein Geschleppe! Ansonsten: Super hier, und der Aasee zum Chillen gleich um die Ecke. Hey Chef, ist das Pinkus im Bürokühlschrank schon kalt? :)

Gaaaanz hinten im Bild: Der Aasee!
Uff, unser Archiv. War das eine Schlepperei, schwitz!!!
Hatte ich schon erwähnt, dass ein Ultimo-Mitarbeiter aus Schottland stammt?
Kater Sylvester aus dem Schaufenster des alten Ultimo-Büros hat's auch ins neue Büro geschafft...
Das Büro unserer Terminredakteurin: Schön aufgeräumt... noch!

Etwa 50 Millionen Amerikaner sind deutscher Abstammung, das sind rund 15% der US-Bevölkerung. Mehr als 30 Städte und Gemeinden heißen „Germantown“. In der Mitte des vorvorigen Jahrhunderts entvölkerte die Auswanderungswelle hierzulande ganze Landstriche. Auch viele Westfalen machten sich auf den Weg in die „Neue Welt“ ihrer Träume, darunter auch „Forty-Eighters“.

Dr. Philipp Erdmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Münsteraner Stadtarchivs in der Speicherstadt. Dort hielt er einen Vortrag über Verschwörungsnarrative und ging dabei auf speziell münstersche Beispiele ein.
Durch einen geheimen Zugang der Erd-Hohlwelt schauten wir zu...

Er weiß alles übers Saufen: Der Münsteraner Archäologe Dr. Helge Nieswandt blickt in seinem an der Uni überaus beliebten wissenschaftlichen Vortrag Alkohol in der Antike auf die Trinkkultur antiker Völker von den alten Ägyptern bis zu den Kelten.

Ruhe in Frieden,
Klaus Otto Nagorsnik!

Wenn er bei einem Kneipenquiz in Münster aufkreuzte, konnte man eigentlich gleich nach Hause gehen, denn dieses lebende Wikipedia wusste einfach alles. Überraschend verstarb jetzt der NRW-Quizmeister, Deutscher Quizmeister im Doppel, Europameister in Stadt-Land-Fluss und ARD-Quizjäger.

Mehr als einmal berichtete Ultimo über ihn – zuerst Anfang der 00er-Jahre, als in Münster eine (bis heute) große Pubquiz-Szene entstand, in der er mit seinem Rateteam Die Ketzer (fast) immer auf Platz Eins stand. Das komplette Interview könnt ihr unten nachlesen.

Auch sein kniffliges Münster-Quizbuch „Rätselvolles Münster“ lobten wir in den Himmel. Jetzt kann er dort die Engel mit Quizfragen löchern...

Klaus Otto aka K.O. aka Nolanus war auch bekennender Ultimo-Stammleser, sprach uns immer wieder mal auf Pubquizzen an, um Kommentare zum letzten Heft zu geben. Er schickte uns gelegentlich Briefe mit kopierten Seiten aus Büchern, in denen er Münsterstory-taugliche Fundstücke weiterleitete („Wäre das nicht mal ein Thema für Ultimo...?“). Und nicht zu vergessen seine launigen Lesermails. Zum Beispiel diese hier:

„Liebe ULTIMOs,

beim Lesen eures Biergarten-Specials ,Böcke, Biere, Gärten’ im letzten Ultimo konnte ich mir eine kleine Klugscheißerei nicht verkneifen:

Wenn ihr zwecks Recherche euren Nachwuchsreporter durch die Biergärten schickt, ihn dort das eine oder andere Bierchen verdrücken lasst und wenn er dann ‚heidnische Rausch-Riten’ beim vermeintlich ‚dem potenten Ziegenmann geweiht(en)’ Bockbier halluziniert - habt ihr dann den Bock mittels Bier zum (Bier-)Gärtner gemacht?

Die Sache ist doch so:

Einbeck ist ein nettes Städtchen im Niedersächsischen, das im Mittelalter für sein besonders süffiges und starkes Bier berühmt war. Das Bier wurde bis nach Italien exportiert, ein Teil blieb aber auf dem Weg gen Süden im Bayrischen ‚hängen’. Dort nannte man dieses Bier in der Mundart der Eingeborenen nicht ‚einbeckisches’ Bier, sondern ‚einpöckisches’ Bier. Und weil sich dort mit der Zeit niemand erinnern mochte, woher dieses Bier kam und warum es so hieß, klebte man kurzum ziegenbocksgeschmückte Zettel auf die Flaschen und Krüge und gab das Gebräu als ur-bajuwarische Erfindung aus.

Das kann euer Reporter ja mal in einem unverkaterten Augenblick bei Wikipedia nachlesen. ;-)

So, das musste mal raus, ,wenn's der Wahrheitsfindung dient’ (Fritz T.) ...

Salut und Slainte, Klaus Otto Nagorsnik (aka Nolanus)“

Uffz, Maamme!

Heute: Klaus Otto Nagorsnik, der allwissende „Ketzer“

(Interview aus Ultimo 26/2005)

Ultimo: In welchem Land lebte Wilhelm der II. ab 1918 im Exil?

Klaus Otto: Holland. Genauer in Doorn, bei Utrecht. Da hat er dann in seiner Freizeit hauptsächlich Holz gehackt…

Exakt. Für diese Antwort hättest du bei Jauchs TV-Quiz schon ein paar tausend Euro kassiert.

Ja, aber Jauch gucke ich nicht. Ich mache in meiner Freizeit lieber mit meinem Team Die Ketzer bei münsterschen Kneipenquiz-Veranstaltungen mit.

Wie bereitest du dich darauf vor? Da ist doch auch Wissen aus abseitigen Spezialgebieten gefragt? Bist du so einer, der alle Trivial-Pursuit-Fragen auswendig kennt?

Nein, meine Familie hatte irgendwann keine Lust mehr, mit mir Trivial Pursuit zu spielen… Ich bin Bibliothekar. Da kommen einem bei der Arbeit allerhand exotische Fakten vor, zum Beispiel: Wann ist in der deutschen Literatur der erste Mann in Ohnmacht gefallen?

Äh, also …

Im „Tristan“ aus dem 13. Jahrhundert.

Nun ja, aber beim Kneipenquiz sind die Fragen doch wohl etwas einfacher, oder?

Nicht immer. Gestern Abend wurde etwa gefragt: Was ist die „Maamme“?

Die... was?

Die finnische Nationalhymne. Hab’ ich aber auch nicht gewusst.

Ansonsten wisst ihr aber ganz schön viel, denn ihr gewinnt andauernd.

Wir haben ja auch zwei Damen im Team, die uns optimal unterstützen. An die Spitze zu kommen, ist außerdem die eine Sache. Aber an der Spitze zu bleiben, eine andere. Denn unser Erfolg weckt natürlich auch den Ehrgeiz der anderen Teams.

Denkt ihr schon an überregionale Meisterschaften?

Ich weiß nicht, ob es die überhaupt gibt. In England, wo der Kneipenquiz herkommt, ist das ein richtiger Volkssport. Da soll es Leute geben, die sogar davon leben. Bei uns ist das noch nicht so weit verbreitet. Münster ist da eine Ausnahme, hier gibt es gleich in mehreren Kneipen einen Quizabend: Kling-Klang, Einspruch, Buddenturm. Überregional haben wir sogar schon einen Pokal gewonnen, weil wir alle Fragen des Sommerrätsels der Süddeutschen gelöst haben. Das schaffen landesweit nur etwa zwei- bis dreihundert Leute. Sowas trainiert natürlich sehr gut für den Kneipeneinsatz…

Mal ehrlich: googelt da keiner heimlich unterm Tisch?

Neiiiin! Das ist streng verboten. Außerdem gibt es natürlich eine Kneipenquiz-Ehre! Also einfach auf der Toilette mit dem Laptop oder Handy… das macht bestimmt keiner! Es soll ja auch Spaß machen.

Warum heißt euer Team ,,Die Ketzer“?

Na, passt doch zum katholischen Münster, oder nicht?

Wiedertäufermäßig auf jeden Fall…

Neinnein! Wiedertäufer ist ein Begriff der Kirche, die Mitglieder der Endzeitsekte selbst nannten sich „Täufer“. Also Wiedertäufer wäre als Selbstbezeichnung nicht korrekt… aber gut. Übrigens: ihr seid mit eurem Pubquiz-Rateduo Team Ultimo ja auch gar nicht sooo schlecht, immerhin beim letzten Mal gutes Mittelfeld. Gratuliere!

Interview: Carsten Krystofiak

Zu den Verschwörern gegen Hitler gehörte auch der Münsteraner Paulus van Husen. Wie sich der Wehrmachtsjurist nach und nach radikalisierte und der Hinrichtungswelle nach dem gescheiterten Putsch entkam, erzählen rund tausend Seiten persönlicher Notizen, die sein Großneffe 20 Jahre nach seinem Tod fand. Die Story ist spannend wie ein Krimi...

200 Rezepte pro Jahr und keine Ende: Martin Kintrup schreibt seit 20 Jahren Kochbücher für große Verlagshäuser, inzwischen sind es über 50 Bücher von Kochen für Faule bis Spice Kitchen oder Küche der Levante.

Unser absurder Alltag, sorgsam notiert von Lo Blickensdorf

Mon Dieu, Herr Graf!

Er illustrierte und layoutete Münsters legendäres Stadtmagazin City in den 70ern und frühen 80ern, gestaltete Plattencover für krautige Münsterbands, hing ab mit Steffi Stephan, Roxie Heart und Götz Alsmann, gestaltete schräge Werbung für Jovel, Kling Klang, Kalkmarkt. Und erhob das Ringel-T-Shirt zum Fetisch.

Nach seinem Umzug nach Berlin wollte Lo nicht länger „arm, aber sexy” sein und wechselte mit einem dreisten Trick in die mondäne Welt der Lebemänner, Flaneure und Vernissagensnobs. Er adelte sich von eigenen Gnaden zum Grafen Lo von Blickensdorf, druckte für sein letztes Kleingeld hochwohlgeborene Visitenkarten - und kam tatsächlich damit durch. Und schrieb das erfolgreiche, süffisant satirische Buch Werden Sie doch einfach Graf! über seine Erlebnisse in der dubiosen Halbwelt tortenfressender Blaublütler und neureicher Schwadroneure. Schnorren mit Niveau...

Weniger fake, mehr hintersinnig und wortwitzig sind Los Cartoons. Schon zu City-Zeiten krakelte er das halbe Heft voll mit Mini-Cartoons und fiesem Blödsinn. Überall da, wo Platz war, neben Textspalten, in Layout-Lücken und dann seiner eigenen Satire-Kolumne Ulk. Heute füllt Lo das halbe Internet ab mit hunderten seiner kleinen lakonischen Cartoons, inspiriert von den Absurditäten und Peinlichkeiten unseres Alltags. Die besten Gags hat er jetzt in dem Büchlein Cartoons... zum Wegschmeißen! (Eulenspiegel Verlag 2023, 80 Seiten, 12 Euro) versammelt. Man kann ja auch nach Weihnachten Bücher verschenken...
-rl

Der Münsteraner Markus Gebauer fotografiert vom Tschernobyl-Rummelplatz bis zur verfluchten Villa in Portugal verwunschene Orte. Drei vollfarbige Fotobände Timeless sind bereits von Markus Gebauer erschienen, der auch als DJ MGness (Favela, Fusion, Docklands Festival, Monopark undundund) wohlbekannt ist.

Das mit Abstand abgefahrenste Thema des Science-Slam Münster hatte Historiker Sebastian Huncke auf Lager: Die Geschichte des Kokovorismus - oder wie Uropa die erste Hippie-WG erfand. Er untersuchte in seiner Examensarbeit die Kokosnuss-Religion des Aussteigers August Engelhardt von 1902 (!) - inkl. FKK und freier Liebe.

In die Fresse
Werkschau in XXL: Frank Hoppmanns böse Portraits

Immer bis an die Schmerzgrenze: Der Zeichner, Karikaturist und Illustrator Frank Hoppmann aus Münster ist geliebt und gefürchtet zugleich für seine boshaften, grotesk deformierten und doch das Innerste enthüllenden Portraits. Popstars, Politiker, Sportler, Philosophen, Insekten und selbst den Tod strichelt er morbide, verstörend, schwarzhumorig für Rolling Stone, Welt oder Eulenspiegel. Ein bigotter, schmierig-eitler Honk: Sein Donald-Trump-Portrait für die L.A. Times machte ihn international berühmt. Und wir wundern uns auch nicht, dass Hoppmann für seine Diplomarbeit 2002 das Thema Spirituosenliebhaberei hat viele Gesichter wählte - eine satirische Portraitserie über Volltrunkene.
Nun hat Frank Hoppmann seine besten Cartoons und Zeichnungen im fetten, großformatigen Prachtband Hoppmann (Göttinger Verlag der Kunst, 272 Seiten, 52 Euro) versammelt. Grandios!
-rl
Und über Ultimos Atelierbesuch beim Meister erfahrt ihr alles hier...

Das Haus Frauenstraße 24 hat eine besondere Geschichte. Erbaut wurde es 1905, und 1943 blieb es wie durch ein Wunder von den Bomben verschont. Doch seine spezielle Story begann 1973 - vor 50 Jahren. Damals wurde das Haus mit der schönen Jugendstilfassade durch Besetzung vor dem Abriss gerettet. Die ganze Geschichte erzählen wir hier...

Neben den klassischen Themenpodcasts gibt es mittlerweile unzählige politische Podcasts, Sportcasts und sogar Porncasts... Wer hat eigentlich die Zeit, sich das alles anzuhören? Natürlich mischen auch Hosts aus Münster kräftig mit. Wir stellen mal ein paar vor!

Mafia - bei dem Wort denkt man an die üblichen Klischees aus Hollywood. Daran, dass die Mafia längst bei uns heimisch ist, wird man nur durch Paukenschläge erinnert, wie die Verhaftung des vermutlichen 'Ndrangheta-Oberpaten Francesco A. in Münster. Die Ermittlungen führten zu über 123 Beschuldigten, 41 Verhaftungen sowie der Enttarnung des Mafia-Geheimrates „Crimine di Germania“ in Münster.

Terminhinweis, Kleinanzeige oder Leserbrief fürs nächste Ultimo? Bitteschön: