Friedemann Weise
Er ist Satiriker, Autor, Liedermacher, Kabarettist und Comedian, deutschlandweit bekannt wurde er durch die Heute-Show und seine „Ratschläge in die Fresse“. Aktuell kann man Friedemann Weise mit dem Soloprogramm Das bisschen Content auf Deutschlands Kabarettbühnen erleben. Tja, da hat es sich der alte Schlaumeier wieder mal leicht gemacht, schließlich ist heute alles Content. Was eben noch einfach nur ein Foto war, ist heute Content. Das Leben ist voll mit Content. Und doch wirft Content auch Fragen auf. Kann man von Content schwanger werden? Was hat Content, was ich nicht habe? Und wie lange kann man ohne Content überleben? Darf Content alles? Na klar...
29.3. - Kreativ-Haus, 20.00 Uhr
Nikita Miller
„In der Sowjetunion waren wir die Deutschen, in Deutschland sind wir die Russen“ - diese Worte seiner Großmutter haben sich in Nikita Millers Gedächtnis eingebrannt. Geboren in Kasachstan, aufgewachsen in Stuttgart, ist es genau diese Zerissenheit zwischen den Kulturen, die den Mann so besonders macht. Er ist anders deutsch und anders komisch, aber immer philosophisch und sehr direkt. Er erzählt witzige Geschichten, die sich nicht nur von Pointe zu Pointe hangeln. Fürs neue Programm „Es war einmal im Nirgendwo“ hat der Comedian und Storyteller tief in seiner Familiengeschichte gegraben und gefragt, was uns eigentlich zu dem macht, was wir sind. Die Gene unserer Vorfahren oder der Ort, der im Ausweis steht? Am Ende ist es dann wie mit einem guten Bortsch: Die Mischung macht es interessant...
30.3. - Kap 8, 20.00 Uhr
Fest der Aufbrüche
Im Rahmen des westfalenweiten Literaturfestivals Aufbrüche lädt das Kulturgut Haus Nottbeck heute zu einem großen Fest ein, um Literatur in all ihren Formen zu feiern. Mit dabei: Die Berliner Digitalpoetin Elisa Aseva (Foto), der durch seine „Hartmut und ich“-Stories zum Bestsellerautor avancierte Oliver Uschmann, die mehrfach ausgezeichnete Lyrikerin Lina Atfah, die bei einem Workshop zudem Einblicke in ihren Schreibprozess gibt. Ebenfalls auf der illustren Gästeliste stehen New-Adult-Star Antonia Wesseling, die Slam-Poetin Sandra Da Vina sowie der Lyriker Christoph Wenzel, der die Ausstellung „Landstriche“ eröffnet. Daneben stellen Netzwerkpartner - darunter Das Deutsche Aphorismus-Archiv, der Kasperhof sowie das Rumpelstilzchen Literaturprojekt - sich und ihre Projekte vor. Für musikalische Begleitung sorgen Six of Eight.
5.4. - Oelde, Kulturgut Haus Nottbeck, 15.00 Uhr
Wie werde ich reich und glücklich?
Die heutige Zeit wird aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Brisanz oft mit der späten Weimarer Republik verglichen. Warum also nicht ein Revuetheaterstück von 1930 neu aufführen? Der Titel Wie werde ich reich und glücklich? ist eh zeitlos, aufgeführt als „Kursus in zehn Abteilungen“. Die vom damaligen Berliner Komponisten Mischa Spoliansky mit bitterbös satirischen Liedern bestückte Revue für Salonorchester gewinnt musikalisch noch an Wums durch das zahlreicher besetzte Sinfonieorchester Münster. Die Bühne ist ein knallbuntes Gewimmel und Gewusel, bei dem man als Zuschauer aufpassen muss, nicht den Überblick zu verlieren, denn die verschiedenen Charaktere werden von Abteilung zu Abteilung von wechselnden Schauspielern dargestellt. Und als Schmankerl obendrauf fungiert ein „Glücksensemble“ aus Münsters Bürgerschaft als Laienspielschar. Pop-Theater!
5.4., 26.4., 14.5. und 18.5. - Theater Münster, 19.30 Uhr
The Wombats
Dass Liverpool immer wieder geile Bands hervorbringt, zeigen auch The Wombats: Mit ihrer Krachersingle „Let’s Dance To Joy Division“ kam das Trio groß raus und wurde zur Krönung so mancher schweißtreibenden, exzessiven Party. Auch das Anfang dieses Jahres erschienene neue Album „Oh! The Ocean“ ist durchwirkt von der Suche nach dem perfekten Popsong: Die Wombats halten ihre Lieder simpel, sorgen dafür, dass Refrains und Melodien perfekt sitzen und würzen mit fragilen Indietronics und melancholischen Lyrics („Kate Moss“) nach. Ein kräftiger Spritzer schwarzer Brithumor kommt bei ihren energetischen Liveshows noch on top.
8.4. - Jovel, 20.00 Uhr
Symba
„Maxi King hat mich erzogen / Capri-Sonne ist wie Drogen“ - mit Nonsens-Reimen und Produktionen, die kaum über vage Skizzen hinausgehen, gibt der 1999 geborene Sylvain Mabe die Richtung des Hauptstadt-Rap der Gen Z vor. Ab 2019 steigt der Berliner mit kamerunischen Wurzeln als Symba vom Underground ins Radioprogramm auf, gründet mit Pashanim das künstlerische Kollektiv Playboi Mafia. Youtube- und TikTok-Videos wie „PS2“, „Maxi King“ oder „Blockparty“ erzielen Millionen Aufrufe, „Angels Sippen“ erobert die Charts. Mit den Alben „Symba Supermann“ (2023) und „Liebe & Hass“ (2024) grenzt er sich mit Gute-Laune-Beats und Partyvibes von gängigen Hip Hop-Klischees ab, was auch mit seinem etwas anderen Verständnis von Männlichkeit zu tun hat. Der fluffige Sound der jüngsten Berliner Generation mit Hooks und One-Linern, die im Kopf bleiben!
9.4. - Skaters Palace, 20.00 Uhr
Hot Spot
...ist ein Bereich, der unter der Erdkruste durch glühendes Magma erhitzt wird. Schwitz! Das heiße Ding im münsterschen GOP vereint im Brennpunkt artistischer Klasse einmal mehr internationale Varieté-Künstler der ersten Liga. Wie etwa Moderator und Multi-Jongleur Andreas Wessels, der entweder sechs Bälle jongliert, während er Seil springt, oder auch mal nur eine brennende Zigarette (hört sich einfach an, versuchen Sie es aber lieber nicht, wenn Sie ihre Umgebung nicht gefährden wollen). Nach einer Show am Broadway schrieb die New York Times über ihn kurz und ergreifend: „Brillant!“ Und am Mikrofon ist er ebenso vielseitig und unterhaltsam, ob als Gentleman oder Straßenjunge - der Mann beherrscht jede Rolle. Dazu gibt es sensationelle Akrobatik mit Hula-Hoop-Reifen, Cyr Wheel, Ikarischen Spielen (eine eher rare Kunst der Akrobatik!), Handstand-Equilibristik sowie magische Momente der Zauberei.
noch bis 6.4. im GOP-Varieté
Etwa 50 Millionen Amerikaner sind deutscher Abstammung, das sind rund 15% der US-Bevölkerung. Mehr als 30 Städte und Gemeinden heißen „Germantown“. In der Mitte des vorvorigen Jahrhunderts entvölkerte die Auswanderungswelle hierzulande ganze Landstriche. Auch viele Westfalen machten sich auf den Weg in die „Neue Welt“ ihrer Träume, darunter auch „Forty-Eighters“.
Dr. Philipp Erdmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des
Münsteraner Stadtarchivs in der Speicherstadt. Dort hielt er
einen Vortrag über Verschwörungsnarrative und ging dabei auf
speziell münstersche Beispiele ein.
Durch einen geheimen Zugang der Erd-Hohlwelt schauten wir zu...
Er weiß alles übers Saufen: Der Münsteraner Archäologe Dr. Helge Nieswandt blickt in seinem an der Uni überaus beliebten wissenschaftlichen Vortrag Alkohol in der Antike auf die Trinkkultur antiker Völker von den alten Ägyptern bis zu den Kelten.
Ruhe in Frieden,
Klaus Otto Nagorsnik!
Wenn er bei einem Kneipenquiz in Münster aufkreuzte, konnte man eigentlich gleich nach Hause gehen, denn dieses lebende Wikipedia wusste einfach alles. Überraschend verstarb jetzt der NRW-Quizmeister, Deutscher Quizmeister im Doppel, Europameister in Stadt-Land-Fluss und ARD-Quizjäger.
Mehr als einmal berichtete Ultimo über ihn – zuerst Anfang der 00er-Jahre, als in Münster eine (bis heute) große Pubquiz-Szene entstand, in der er mit seinem Rateteam Die Ketzer (fast) immer auf Platz Eins stand. Das komplette Interview könnt ihr unten nachlesen.
Auch sein kniffliges Münster-Quizbuch „Rätselvolles Münster“ lobten wir in den Himmel. Jetzt kann er dort die Engel mit Quizfragen löchern...
Klaus Otto aka K.O. aka Nolanus war auch bekennender Ultimo-Stammleser, sprach uns immer wieder mal auf Pubquizzen an, um Kommentare zum letzten Heft zu geben. Er schickte uns gelegentlich Briefe mit kopierten Seiten aus Büchern, in denen er Münsterstory-taugliche Fundstücke weiterleitete („Wäre das nicht mal ein Thema für Ultimo...?“). Und nicht zu vergessen seine launigen Lesermails. Zum Beispiel diese hier:
„Liebe ULTIMOs,
beim Lesen eures Biergarten-Specials ,Böcke, Biere, Gärten’ im letzten Ultimo konnte ich mir eine kleine Klugscheißerei nicht verkneifen:
Wenn ihr zwecks Recherche euren Nachwuchsreporter durch die Biergärten schickt, ihn dort das eine oder andere Bierchen verdrücken lasst und wenn er dann ‚heidnische Rausch-Riten’ beim vermeintlich ‚dem potenten Ziegenmann geweiht(en)’ Bockbier halluziniert - habt ihr dann den Bock mittels Bier zum (Bier-)Gärtner gemacht?
Die Sache ist doch so:
Einbeck ist ein nettes Städtchen im Niedersächsischen, das im Mittelalter für sein besonders süffiges und starkes Bier berühmt war. Das Bier wurde bis nach Italien exportiert, ein Teil blieb aber auf dem Weg gen Süden im Bayrischen ‚hängen’. Dort nannte man dieses Bier in der Mundart der Eingeborenen nicht ‚einbeckisches’ Bier, sondern ‚einpöckisches’ Bier. Und weil sich dort mit der Zeit niemand erinnern mochte, woher dieses Bier kam und warum es so hieß, klebte man kurzum ziegenbocksgeschmückte Zettel auf die Flaschen und Krüge und gab das Gebräu als ur-bajuwarische Erfindung aus.
Das kann euer Reporter ja mal in einem unverkaterten Augenblick bei Wikipedia nachlesen. ;-)
So, das musste mal raus, ,wenn's der Wahrheitsfindung dient’ (Fritz T.) ...
Salut und Slainte, Klaus Otto Nagorsnik (aka Nolanus)“
Uffz, Maamme!
Heute: Klaus Otto Nagorsnik, der allwissende „Ketzer“
(Interview aus Ultimo 26/2005)
Ultimo: In welchem Land lebte Wilhelm der II. ab 1918 im Exil?
Klaus Otto: Holland. Genauer in Doorn, bei Utrecht. Da hat er dann in seiner Freizeit hauptsächlich Holz gehackt…
Exakt. Für diese Antwort hättest du bei Jauchs TV-Quiz schon ein paar tausend Euro kassiert.
Ja, aber Jauch gucke ich nicht. Ich mache in meiner Freizeit lieber mit meinem Team Die Ketzer bei münsterschen Kneipenquiz-Veranstaltungen mit.
Wie bereitest du dich darauf vor? Da ist doch auch Wissen aus abseitigen Spezialgebieten gefragt? Bist du so einer, der alle Trivial-Pursuit-Fragen auswendig kennt?
Nein, meine Familie hatte irgendwann keine Lust mehr, mit mir Trivial Pursuit zu spielen… Ich bin Bibliothekar. Da kommen einem bei der Arbeit allerhand exotische Fakten vor, zum Beispiel: Wann ist in der deutschen Literatur der erste Mann in Ohnmacht gefallen?
Äh, also …
Im „Tristan“ aus dem 13. Jahrhundert.
Nun ja, aber beim Kneipenquiz sind die Fragen doch wohl etwas einfacher, oder?
Nicht immer. Gestern Abend wurde etwa gefragt: Was ist die „Maamme“?
Die... was?
Die finnische Nationalhymne. Hab’ ich aber auch nicht gewusst.
Ansonsten wisst ihr aber ganz schön viel, denn ihr gewinnt andauernd.
Wir haben ja auch zwei Damen im Team, die uns optimal unterstützen. An die Spitze zu kommen, ist außerdem die eine Sache. Aber an der Spitze zu bleiben, eine andere. Denn unser Erfolg weckt natürlich auch den Ehrgeiz der anderen Teams.
Denkt ihr schon an überregionale Meisterschaften?
Ich weiß nicht, ob es die überhaupt gibt. In England, wo der Kneipenquiz herkommt, ist das ein richtiger Volkssport. Da soll es Leute geben, die sogar davon leben. Bei uns ist das noch nicht so weit verbreitet. Münster ist da eine Ausnahme, hier gibt es gleich in mehreren Kneipen einen Quizabend: Kling-Klang, Einspruch, Buddenturm. Überregional haben wir sogar schon einen Pokal gewonnen, weil wir alle Fragen des Sommerrätsels der Süddeutschen gelöst haben. Das schaffen landesweit nur etwa zwei- bis dreihundert Leute. Sowas trainiert natürlich sehr gut für den Kneipeneinsatz…
Mal ehrlich: googelt da keiner heimlich unterm Tisch?
Neiiiin! Das ist streng verboten. Außerdem gibt es natürlich eine Kneipenquiz-Ehre! Also einfach auf der Toilette mit dem Laptop oder Handy… das macht bestimmt keiner! Es soll ja auch Spaß machen.
Warum heißt euer Team ,,Die Ketzer“?
Na, passt doch zum katholischen Münster, oder nicht?
Wiedertäufermäßig auf jeden Fall…
Neinnein! Wiedertäufer ist ein Begriff der Kirche, die Mitglieder der Endzeitsekte selbst nannten sich „Täufer“. Also Wiedertäufer wäre als Selbstbezeichnung nicht korrekt… aber gut. Übrigens: ihr seid mit eurem Pubquiz-Rateduo Team Ultimo ja auch gar nicht sooo schlecht, immerhin beim letzten Mal gutes Mittelfeld. Gratuliere!
Interview: Carsten Krystofiak
Zu den Verschwörern gegen Hitler gehörte auch der Münsteraner Paulus van Husen. Wie sich der Wehrmachtsjurist nach und nach radikalisierte und der Hinrichtungswelle nach dem gescheiterten Putsch entkam, erzählen rund tausend Seiten persönlicher Notizen, die sein Großneffe 20 Jahre nach seinem Tod fand. Die Story ist spannend wie ein Krimi...
200 Rezepte pro Jahr und keine Ende: Martin Kintrup schreibt seit 20 Jahren Kochbücher für große Verlagshäuser, inzwischen sind es über 50 Bücher von Kochen für Faule bis Spice Kitchen oder Küche der Levante.
Unser absurder Alltag, sorgsam notiert von Lo Blickensdorf
Mon Dieu, Herr Graf!
Er illustrierte und layoutete Münsters legendäres Stadtmagazin City in den 70ern und frühen 80ern, gestaltete Plattencover für krautige Münsterbands, hing ab mit Steffi Stephan, Roxie Heart und Götz Alsmann, gestaltete schräge Werbung für Jovel, Kling Klang, Kalkmarkt. Und erhob das Ringel-T-Shirt zum Fetisch.
Nach seinem Umzug nach Berlin wollte Lo nicht länger „arm, aber sexy” sein und wechselte mit einem dreisten Trick in die mondäne Welt der Lebemänner, Flaneure und Vernissagensnobs. Er adelte sich von eigenen Gnaden zum Grafen Lo von Blickensdorf, druckte für sein letztes Kleingeld hochwohlgeborene Visitenkarten - und kam tatsächlich damit durch. Und schrieb das erfolgreiche, süffisant satirische Buch Werden Sie doch einfach Graf! über seine Erlebnisse in der dubiosen Halbwelt tortenfressender Blaublütler und neureicher Schwadroneure. Schnorren mit Niveau...
Weniger fake, mehr hintersinnig und wortwitzig sind Los
Cartoons. Schon zu City-Zeiten krakelte er das halbe
Heft voll mit Mini-Cartoons und fiesem Blödsinn. Überall da, wo
Platz war, neben Textspalten, in Layout-Lücken und dann seiner
eigenen Satire-Kolumne Ulk. Heute füllt Lo das halbe
Internet ab mit hunderten seiner kleinen lakonischen Cartoons,
inspiriert von den Absurditäten und Peinlichkeiten unseres
Alltags. Die besten Gags hat er jetzt in dem Büchlein
Cartoons... zum Wegschmeißen!
(Eulenspiegel Verlag 2023, 80 Seiten, 12 Euro)
versammelt. Man kann ja auch nach Weihnachten Bücher
verschenken...
-rl
So ein Schietwetter...
Da es draussen seit Tagen, ach was: Wochen vor sich hin
pieselt, nieselt und nebelt, hier mal ein sonniges Foto von den
Aaseewiesen, Frühling 1974.
Und genau: Die Mädels und Jungs chillen genau da, wo ab 1977
die Aaseekugeln der ersten Skulptur-Ausstellung ihr Plätzchen
fanden. Alle Versuche, u.a. nach einer der legendären
Mensa-Parties, sie in den Aasee zu rollen, scheiterten
bekanntlich...
Das Foto gehört zur Ausstellung Münster vor 50
Jahren im Stadtmuseum.
Ach übrigens: Unter Münster-Zeitreise finden sich hier
noch jede Menge Stories & Fotos aus Münsters Szene der 70er
und 80er.
Der Münsteraner Markus Gebauer fotografiert vom Tschernobyl-Rummelplatz bis zur verfluchten Villa in Portugal verwunschene Orte. Drei vollfarbige Fotobände Timeless sind bereits von Markus Gebauer erschienen, der auch als DJ MGness (Favela, Fusion, Docklands Festival, Monopark undundund) wohlbekannt ist.
Das mit Abstand abgefahrenste Thema des Science-Slam Münster hatte Historiker Sebastian Huncke auf Lager: Die Geschichte des Kokovorismus - oder wie Uropa die erste Hippie-WG erfand. Er untersuchte in seiner Examensarbeit die Kokosnuss-Religion des Aussteigers August Engelhardt von 1902 (!) - inkl. FKK und freier Liebe.
Immer bis an die Schmerzgrenze: Der Zeichner, Karikaturist und
Illustrator Frank Hoppmann aus Münster ist geliebt und
gefürchtet zugleich für seine boshaften, grotesk deformierten
und doch das Innerste enthüllenden Portraits. Popstars,
Politiker, Sportler, Philosophen, Insekten und selbst den Tod
strichelt er morbide, verstörend, schwarzhumorig für
Rolling Stone, Welt oder
Eulenspiegel. Ein bigotter, schmierig-eitler Honk:
Sein Donald-Trump-Portrait für die L.A. Times machte
ihn international berühmt. Und wir wundern uns auch nicht, dass
Hoppmann für seine Diplomarbeit 2002 das Thema
Spirituosenliebhaberei hat viele Gesichter wählte -
eine satirische Portraitserie über Volltrunkene.
Nun hat Frank Hoppmann seine besten Cartoons und Zeichnungen im
fetten, großformatigen Prachtband Hoppmann (Göttinger
Verlag der Kunst, 272 Seiten, 52 Euro) versammelt.
Grandios!
-rl
Und
über Ultimos Atelierbesuch beim Meister erfahrt ihr alles
hier...
Das Haus Frauenstraße 24 hat eine besondere Geschichte. Erbaut wurde es 1905, und 1943 blieb es wie durch ein Wunder von den Bomben verschont. Doch seine spezielle Story begann 1973 - vor 50 Jahren. Damals wurde das Haus mit der schönen Jugendstilfassade durch Besetzung vor dem Abriss gerettet. Die ganze Geschichte erzählen wir hier...
Neben den klassischen Themenpodcasts gibt es mittlerweile unzählige politische Podcasts, Sportcasts und sogar Porncasts... Wer hat eigentlich die Zeit, sich das alles anzuhören? Natürlich mischen auch Hosts aus Münster kräftig mit. Wir stellen mal ein paar vor!
Mafia - bei dem Wort denkt man an die üblichen Klischees aus Hollywood. Daran, dass die Mafia längst bei uns heimisch ist, wird man nur durch Paukenschläge erinnert, wie die Verhaftung des vermutlichen 'Ndrangheta-Oberpaten Francesco A. in Münster. Die Ermittlungen führten zu über 123 Beschuldigten, 41 Verhaftungen sowie der Enttarnung des Mafia-Geheimrates „Crimine di Germania“ in Münster.